Schloss Bruchsal in Baden-Württemberg Portal zum Ehrenhof Der Drachen wacht über Bruchsal Skulptur im Schlossgarten Sandsteinfigur am Weg

Öffnungszeiten in 2017

Di - So, Feiertage

9:30 - 17 Uhr

Weihnachten und Silvester geschlossen

Anschrift

Schloss Bruchsal
Schlossraum 4
76646 Bruchsal

Telefon 07251742661

email:

info@schloss-bruchsal.de

Websites

Anfahrt zum Schloss Bruchsal

Schloss Bruchsal in Baden-Württemberg

Das Schloss Bruchsal am Oberrhein

Das Schloss Bruchsal gehört als ehemalige barocke Residenz mit Sicherheit zu den schönsten Gebäuden im Kraichgau. Den Besucher fasziniert nicht nur der Außenblick auf das prunkvolle Hauptgebäude und die zahlreichen Nebengebäude, sondern besonders die Inneneinrichtung mit den zahlreichen Festsälen und Prunkräumen.

Der gesamte Komplex der Schlossanlage ist weitläufig auf einer Fläche von 500 Metern Länge und 300 Metern Breite angelegt.

Die Krone aller Treppenhäuser des Barockstils

Die gesamte Schlossanlage ist eindrucksvoll und imposant, aber ein Teil des Gebäudes bleibt wahrscheinlich jedem Besucher in Erinnerung. Es ist das, welches im Stil des Barocks eine unvergessliche Mischung aus architektonischem Meisterstil, in Farbe und Inhalt faszinierender Malerei und räumlich hervorragender Gruppierung von Details darstellt. So ist es kein Wunder, dass dieses Werk von Baumeister Balthasar Neumann als die "Krone aller Treppenhäuser des Barockstils" bezeichnet wird. Wer einmal in diesem prunkvollen Gebäudeteil von Schloss Bruchsal gestanden hat, der wird dies schnell verstehen.

Die wohl wahrlich einzigartige Architektur von Neumann, die aus der dunklen Grotte zwei Treppenläufe weitgeschwungen hinaufführt und einst ein eher bauliches Problem genial löste, wurde somit zum Wahrzeichen des Schlosses Bruchsal.

Die Festsäle

Der Schlossbesucher wird im Erdgeschoss mit allen Kostbarkeiten und Stilrichtungen des Barocks begrüßt und fast überwältigt. Auf seinem Weg zum Obergeschoss begrüßen ihn dann die Spielarten des Rokoko. Die beiden Kunstrichtungen leben in den eindrucksvollen Sälen und Räumen ihre Details und Ausdrucksarten aus. Die faszinierenden Innenräume wurden hauptsächlich in der Zeit zwischen 1751 und 1754 ausgestaltet, also erst nach dem Tod von Damian Hugo, der für Prunk nur wenig übrig hatte.

Der Kuppelsaal

Über die eher dunklen und dämmrigen Treppen gelangt der Besucher am Ende des Treppenhauses fast unerwartet in einen lichtüberfluteten Kuppelraum. Genau dies macht die Faszination der genialen Architektur von Neumann aus. Die Kuppel wurde durch den bekannten Freskenmaler Johann Zick mit Szenen aus dem Leben der Fürstbischöfe von Speyer verziert.

Der Fürstensaal

Eine elegante Atmosphäre empfängt und umarmt den Gast, wenn er den Fürstensaal betritt. Die Wände schmückt eine Porträtgalerie der Speyerer Fürstbischofe. Den Reigen der Gemälde eröffnet Eberhard von Dienheim, der ab 1581 regierte. Auch im Fürstensaal schmückt ein beeindruckendes Fresko die Decke.

Der Marmorsaal

Wenn man den Marmorsaal betritt dann kann man der Faszination kaum entrinnen. Hier zeigt sich die ganze Pracht des Rokoko-Stils. Die edle Wirkung des Marmors und die Rocaille Ornamente, die in goldenen Farben schimmern und flimmern, lassen den Blick sprachlos schweifen. Die Augen sehen eine durch die Ornamente geschickt erzeugte Verschmelzung von Wänden und Decken. Sie sehen Deckenfresken des Malers Johannes Zick und gleiten über prächtige Marmorsäulen zu göttlichen Figuren wie Fortuna und Herkules.

Das Damianstor

Das Portal, welches den nördlichen Schlosseingang bildet, ist das einzige in Richtung Stadt repräsentierende Gebäude. Das Damianstor hebt sich damit von den ansonsten eher nach außen nüchtern präsentierenden Nebengebäude der Anlage ab.

Der Ehrenhof

Drei Flügel des Schlosses begrenzen den wunderschön angelegten Ehrenhof, der den Besucher in allen Ehren begrüßt und mit Grünflächen und Wasseranlagen auf die Kostbarkeiten von Bruchsal einstimmt. Den Rahmen vollenden die Gebäude der Torwache und von zwei Ämtern.

Der Schlossgarten

Der Schlossgarten von Bruchsal ist ein Spiegelbild der einstigen und auch heute noch spürbaren Leichtigkeit und Lebensfreude, welche durch die gesamte Anlage strömt. Entlang der bereits vor 300 Jahren angelegten Mittelachse schreitet der Besucher unter Kastanien auf diesem breiten Weg durch die Gartenanlage des Schlosses. Aus Sandstein gefertigte Figuren und Skulpturen säumen den Weg. Die zahlreich vorhandenen Bänke laden zum Verweilen ein und erlauben ausgedehnte Blicke auf die Wasseranlagen und Fontänen vor dem Schlossgebäude.

In der heutigen Erscheinung stellt der Schlossgarten Bruchsal einen schönen Kompromiss zwischen dem originalen Barockgarten und der späteren Umgestaltung in einen Englischen Garten dar.

Die Hofkirche

Der Dom zu Speyer war einst die dominierende und erste Bischofskirche des Bistums. Schloss Bruchsal bekam eine eigene Hofkirche, die den Rang einer zweiten Bischofskirche einnahm. Auf den ersten Blick wirkt die im südlichen Schlossflügel befindliche Hofkirche äußerlich nicht wie ein typisches Kirchengebäude. Im Inneren findet man heute eine eher modern gestaltete Einrichtung vor, die allerdings in der originalen Ausgestaltung einst vom berühmten Künstler Cosmas Damian Asam bemalt wurde. Damals zierten Szenen der Geschichte der Heiligen Cosmas und Damians die Wände und Ecken der als Pfarrkirche und Prokathedrale genutzten Kirche.

Man entschloss sich, den Aufbau der 1945 zerstörten Kirche nicht originalgetreu sondern modern zu gestalten. Dies geschah in den Jahren zwischen 1960 und 1966.

Die Museen auf Schloss Bruchsal

Das Deutsche Musikautomatenmuseum

Man erwartet dies auf dem Schloss Bruchsal nicht, aber die Anlage ist Gastgeber einer weitläufigen Ausstellung von Musikautomaten. Die Sammlung gilt sogar als eine der weltweit bedeutendsten ihrer Art. Es ist ein wahrer Schmaus für die Augen und natürlich auch die Ohren. Einige der fast 500 Musikautomaten aus über drei Jahrhunderten lassen auch ihren Klang vernehmen.

Das Städtische Museum Bruchsal

Im dritten Obergeschoss des Schlosses befindet sich das Städtische Museum. Hier erfährt der Besucher einen Streifzug durch die Geschichte der Region. Die Wanderung durch die Zeitepochen beginnt in der Steinzeit und endet nach vielen Stationen in den Neuigkeiten der Gegenwart. Der Besuch des Städtischen Museums ist also nicht nur eine Empfehlung für Einwohner der Region.

Die Herren und Bauherren von Schloss Bruchsal

Damian Hugo von Schönborn

Damian Hugo lebte von 1676 bis 1743 und regierte als Fürstbischof von Speyer ab 1721 mit fürsorglicher aber auch harter Hand sein Land. Er schuf einen Beamtenapparat und die dafür notwendigen Gebäude, der für die damalige Zeit für eine hohe Effizienz und einen gewissen Drill geachtet wurde. Damian Hugo hätte wahrscheinlich gern seinen Amtssitz in Speyer belassen, aber die protestantische Reichsstadt bot ihm keinerlei Gastlichkeit und er entschloss sich zum Rückzug aus Speyer.

Das von ihm dann in Auftrag gegebene Schloss in dem unweit gelegenen Bruchsal diente unter ihm nicht hauptsächlich den repräsentativen Zwecken, sondern vielmehr als straff organisierter Sitz seiner Regierungstätigkeit. Die zahlreichen Nebengebäude der Schlossanlage beherbergten daher in erster Linie Ämter und Kanzleien. Schloss Bruchsal wurde durch Damian Hugo von Schönborn von Beginn an als Regierungszentrum konzipiert und gestaltet.

Mit strenger Hand achtete er sowohl auf die solide Finanzierung des Schlossbaus als auch auf eine effiziente Staatsverwaltung. So hinterließ er nach seinem Tode nicht nur ein funktionierendes und bezahlbares Beamtenwesen sondern auch ein fast schuldenfreies Anwesen.

Obristleutnant Maximilian von Welsch

Maximilian von Welsch lebte von 1671 bis 1745 und gehörte zu den bedeutenden Vertretern der barocken Architektur seiner Zeit. Er erstellte 1720 den Plan und das Konzept für den Bau der Dreiflügelanlage von Schloss Bruchsal. Die Pläne wurden unter ständigem Zeitdruck umgesetzt und nahmen bald Gestalt an. Mit Baubeginn wurde Welsch allerdings kaum noch in das Projekt eingebunden und er wandte sich anderen Aufträgen zu. Die ihm folgenden Baumeister ließen sich aber weitgehend von seinen Plänen leiten.

Johann Balthasar Neumann

Neumann galt als das Genie der damaligen Baumeister von Barock und Rokoko in Deutschland. Er wurde 1687 geboren und starb 1753 in Würzburg, wo er sein wohl bekanntestes Bauwerk, die Würzburger Residenz, erschuf. Balthasar Neumann galt als Meister der räumlichen Komposition und dies konnte er mit dem Auftrag zur finalen Gestaltung der Innenarchitektur von Schloss Bruchsal unter Beweis stellen. Die Vollendung des Treppenhauses, welches sich nach den eigenwilligen Planänderungen von Damian Hugo eher als Schandfleck darstellte, brachte Balthasar Neumann Ruhm und dem Schloss Bruchsal ein unvergessliches Wahrzeichen ein.

Geschichte von Schloss Bruchsal - kurz und knapp

  • 1720: Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn beauftragt in Bruchsal eine neue Residenz
  • 1731: Das einmalige Treppenhaus wird vom Architekten Balthasar Neumann fertiggestellt
  • 1743: Der Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn stirbt
  • 1754: Die Prunkräume des Schlosses sind gestaltet und fertiggestellt
  • 1802: Die Markgrafen von Baden bekommen Bruchsal
  • 1832: Die Großherzogin Amalie von Baden stirbt und die Nutzung des Schlosses schläft ein
  • 1945: Ein großer Teil der Schlossanlage Bruchsal wird bei Bombenangriffen in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges zerstört
  • 1975: Nach 25 Jahren intensiver Arbeiten werden große Teile wieder im alten Stil fertiggestellt

Bildergalerie der barocken Schlossanlage Bruchsal

Burgen, Schlösser und Ausflugsziele im Umkreis von Schloss Bruchsal

 

Burg Badenweiler

Burgruine Badenweiler

 

Über dem Ort Badenweiler im Schwarzwald erhebt sich der Burgberg mit der Ruine der Burg Baden. Nach der Entdeckung der römischen Ruinen am Fuße der Burg rückte die Ruine und ihre Geschichte wieder in den Mittelpunkt des Kurortes.

 

Schloss Bürgeln

Schloss Bürgeln

 

Das romantische Schloss Bürgeln liegt auf einer waldreichen Höhe oberhalb des Schliengener Ortsteils Obereggenen. Umgeben von einer faszinierenden Landschaft und einem schön angelegten Garten ist es den Abstecher von Schliengen mehr als wert. Bei dem Besuch sollte man sich eine kurze Führung durch die Räume nicht entgehen lassen.

 

Burg Rötteln

Burg Rötteln

 

Auf einer Anhöhe über der Stadt Lörrach im unteren Wiesental liegt die Burg Rötteln, die im Volksmund auch "Röttler Schloss" genannt wird. Die Burg Rötteln zählt zu den größten und besterhaltensten Burganlagen Süddeutschlands.