Wasserspiele am Schloss Skulpturen am Brunnen umrankte Spaliere im Hofgarten

Öffnungszeiten von Schloss Würzburg im Jahr 2017

April bis Oktober: 9-18 Uhr
November bis März: 10-16.30 Uhr
Geschlossen an Neujahr, Faschingsdienstag,
am 24., 25. und 27. Dezember

Anschrift:

Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg
Residenzplatz 2
D-97070 Würzburg


Telefon: +49/(0)937/35577-0
Telefax: +49/(0)937/3 55 77-25

E-Mail: sgvwuerzburg@bsv.bayern.de

Das Residenzschloss Würzburg

Residenzschloss und Weltkulturerbe Würzburg

 

Weltkulturerbe der UNESCO

Man mag von Prunkbauten halten was man will, aber beim Anblick des Gebäudekomplexes der Würzburger Residenz ist man erst einmal überwältigt. Die Residenz der Würzburger Fürstbischöfe gehört nicht umsonst seit 1981 zum Weltkulturgut der UNESCO. Das Residenzschloss zählt zu bedeutendsten architektonischen Barockschlössern und es schmückt die Innenstadt von Würzburg in einer sehr beeindruckenden Art. In einer gewissen Art stellt es das vorherrschende Idealbild eines Barocken Schlosses dar, auch wenn mit der Fertigstellung des Würzburger Schlosses im Jahr 1780 die Epoche des europäischen Barocks schon wieder am Abklingen war.

Die Besichtigung des Schlosses

Auf die Frage, wie viel Zeit man für die Besichtigung von Schloss, Hofgarten und Park einplanen soll, kann man nur antworten: Genug. Jede Verzierung, jede Figur, jede Fontäne ist einen Moment und einen Blick wert. Der Bau des Schlosses, der 1720 begann, hat viele Jahre gedauert und die Zeit und das Geld war gut angelegt. Durch den Tod seiner Erbauer oder Gönner kam das Werk oftmals zum Erliegen, aber glücklicherweise wurden die Arbeiten immer wieder neu aufgenommen und umso intensiver weitergeführt. So wurde die Residenz am Ende immerhin in weniger als 50 Jahren errichtet, was nicht jedem Residenzschloss so gegönnt war.

In faszinierender Weise zeigt der Residenzbau das Bild verschiedener Strömungen der Zeitgeschichte. Er vereinigt Linien des deutschen Barock, der französischen Klassik und des Wiener Reichsstils.

Das Treppenhaus von Schloss Würzburg

Weltruhm erlangte allein schon das frühklassizistisch gestaltete Treppenhaus der Residenz, dessen Deckenfläche Giovanni Battista Tiepolo 1752/53 mit einem beeindruckenden Deckenfresko bemalte. Dieses Fresko zeigt Szenen der Kontinente Europa, Amerika, Asien und Afrika. Franz Anton Ermeltraut schuf die Kuppel mit den illusionistischen Malereien. Das Treppenhaus ist stützenfrei ausgelegt

Der Kaisersaal

Fast in jedem Schloss der barocken Epoche findet man einen sogenannten Kaisersaal. Allerdings ist kaum einer davon so beeindruckend wie der in der Residenz Würzburg. Im Kaisersaal des Schlosses Würzburg findet man weitere Werke von Giovanni Battista Tiepolo. Der Künstler und wohl bekannteste Freskenmaler seiner Zeit stellte diese Malereien noch vor den Fresken im Treppenhaus fertig. Viele davon zeigen Motive der staufischen Reichsgeschichte. Gleichzeitig erscheinen auch Motive der antiken Mythologie, was dem Betrachter im ersten Moment recht verwunderlich erscheint.

Der Spiegelsaal

Im Spiegelkabinett haben die Restauratoren wirklich ganze Arbeit geleistet. Immerhin war der Spiegelsaal bei dem Angriff im Jahr 1945 fast vollständig zerstört worden. Nur einige wenige Scherben und Fotos dienten den Handwerkern der Kunst wie zum Beispiel Wolfgang Lenz als Grundlage für die Neuerschaffung eines als verloren gegangenen geglaubten Meisterwerkes.

Der Weiße Saal und das Würzburger Rokoko

Dieser Saal zeigt wie kaum ein anderer Raum im Schloss Würzburg die typische Verspieltheit des Rokoko. Dieser fast einzigartige Dekorationsstil, den man auch noch in anderen Teilen des Schlosses antrifft, wird sogar als Würzburger Rokoko bezeichnet. Dieser Name steht für die künstlerischen Leistungen der unterschiedlichsten Maler; Bildhauer, Schreiner und Kunstschmieden der damaligen Zeit. Dies zeigt sich unter anderem in dem Rocaille, das künstlerisch und technisch von einem eher unscheinbaren Gestaltungselement zu einem plastisch wirkendem und sehr dekorativen Element wuchs.

Die Hofkirche

Die Hofkirche des Schlosses ist Teil der Südwestecke der Residenz. Wie auch andere Teile des Würzburger Schlosses hat die Hofkirche die Bombenangriffe des Jahres 1945 nur mit schwersten Schäden überstanden. Heute präsentiert sie sich aber wieder im alten und prunkvollen Glanz des Wiener Spätbarocks dem Besucher.

Der Hofkeller

Was für ein Anblick bietet der Hofkeller der Residenz! Auf einer Fläche von fast 4000 Quadratmetern mit einer Höhe von 10 Metern wirkt er auf den Besucher monumental. Bei einer Temperatur von konstanten 13 Grad lagern noch heute auserlesenen Weine in diesem Gewölbe von Schloss Würzburg.

Martin-von-Wagner-Museum

Seit dem Jahr 1963 befindet sich im Südflügel der Würzburger Residenz das Martin-Wagner-Museum. Der Bildhauer und Maler lebte von 1777 bis 1858 und war neben seinem künstlerischen Schaffen auch als Kunstagent für König Ludwig I. von Bayern tätig. Dem Besucher des Museum offenbaren sich unzählige Kunstwerke, die sich in drei Bereich aufteilen. Einen Schwerpunkt bildet die beeindruckenden Antikensammlung mit Kunstwerken der Länder aus dem Mittelmeerraum, darunter antike Fundstücke der griechischen, Ägyptischen und römischen Kultur.

Daneben gibt es noch die Graphische Sammlung mit jeweils über 10000 handgezeichneter und gedruckter Grafiken.

Eine Höhepunkt ist für viele Besucher des Martin-von-Wagner-Museums im Schloss Würzburg die Gemäldegalerie mit Werken deutscher, niederländischer und italienischer Künstler verschiedener Jahrhunderte.

Der Hofgarten und Park im Herzen von Würzburg

Der malerische Hofgarten mit der Orangerie ist besonders im Frühling und Sommer ein Schmaus für Augen und Sinne. Tausende von Blumen und Sträuchern zieren die Wege im Park und betören die Spaziergänger mit Farben und Düften.

Einst von Hofgärtner Johann Prokop Mayer erstmals gestaltet und mit zahlreichen Kübelpflanzen und Laubengängen ausgestattet hat er auch heute nichts von seiner Faszination verloren. Viele der klassizistischen Skulpturen, die den Garten zieren, stammen aus der Werkstatt des Würzburger Hofbildhauers Johann Peter Wagner, wobei viele der Werke durch Abgüsse der originalen Stücke ersetzt wurden.

Geschichte von Residenz und Schloss Würzburg

1720: Der Schlossbau beginnt im Auftrag des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp von Schönborn.

1724: Johann Philipp stirbt und die Arbeiten am Schloss stagnieren.

1729: Unter Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn wird das Bauvorhaben weitergeführt.

1730: Balthasar Neumann erbaut die Hofkirche neben dem Schloss in Würzburg.

1744: Das Richtfest wird gefeiert

1745: Maximilian von Welsch und kurz darauf Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn sterben.

1751-53: Tiepolo bemalt Kaisersaal und Treppenhaus

1945: Viele Prunkräume werden beim Luftangriff am 16. März 1945 zerstört.

1981: Die Restauration ist abgeschlossen und die Würzburger Residenz wird Teil des UNESCO Weltkulturerbes

Der Wiederaufbau von Schloss und Innenstadt war eine Meisterleistung

Wenn man bedenkt, dass im März 1945 bei dem verheerenden Luftangriff auf Würzburg, der größte Teil der Residenz fast völlig ausbrannte dann steht die Leistung des Wiederaufbaus in einem noch helleren Licht. Dieser Neuaufbau ist eine handwerkliche und künstlerische Meisterleistung, die erst 1987 ihren brillanten Abschluss fand.

Der Besuch der Würzburger Residenz ist ein MUSS für Besucher der Stadt. Zu übersehen ist der Schlossbau ohnehin nicht.

 

Bildergalerie von Schloss Würzburg

Burgen, Schlösser und Ausflugsziele im Umkreis von Schloss Würzburg

 

Residenz Ellingen

Die Residenz in Ellingen

 

Die Stadt Ellingen wird auch als die Perle des fränkischen Barock bezeichnet. Das Residenzschloss in Ellingen und der angrenzende malerische Schlosspark laden zu einem ausgiebigen Besuch ein.

 

 

Plassenburg

Die Plassenburg in Kulmbach

 

Hoch über Kulmbach und weithin sichtbar steht das Wahrzeichen der Stadt - die Residenz Plassenburg. Die Plassenburg ist ein imposantes Bauwerk und behernergt zahlreiche kleine und größere Kunstwerke der Renaissance.

 

 

Schloss Veitshöchheim

Schloss Veitshöchheim

 

Dicht an Würzburg gelegen ist Veitshöchheim und dessen Schlossanlage eine Attraktion für Freunde von Schlössern und faszinierenden Gartenanlagen. Allein im Park warten über 300 Figuren und Skulpturen auf den Besucher.