
Öffnungszeiten
Schlosspark Pillnitz
ist täglich von 5 Uhr bis Einbruch der Dämmerung geöffnet
Anschrift
Schlösser und Gärten Dresden
Geschäftsstelle Schloss & Park Pillnitz
August-Böckstiegel-Straße 2
01326 Dresden
Telefon+49 (0) 351 26 13-260
email:
pillnitz@schloesserland-sachsen.de
Geschichte
- um 600: Gründung der sorbischen Fischersiedlung Pillnitz
- 1403: Das Rittergut Pillnitz findet erste urkundliche Erwähnung.
- 1486: Pillnitz kommt in den Besitz der Familie Ziegler
- 1569 : Das Anwesen in Pillnitz wird an Christoph von Loss, einem Beamten aus Dresden, verkauft
- 1609 : Erste Erwähnung eines Pillnitzer Lustgartens
- 1616 : Das Schloß wird erweitert und stellt nun einen Vierflügelbau dar
- 1694: Johann Georg IV., Kurfürst von Sachsen, kauft das Schloß für seine Mätresse
- 1695 : Johann Georg IV und seine Mätresse sterben und das Schloss fällt Friedrich August I., August dem Starken, als jüngerem Bruder zu.
- 1706 : August der Starke schenkt das Schloss Pillnitz seiner Mätresse, der Gräfin Cosel. Sie lässt den Barocken Garten anlegen.
- 1716 : Gräfin Cosel verliert die Gunst Augusts und wird auf Burg Stolpen verbannt.
- 1718 : August der Starke beginnt umfangreiche Erweiterungen an der Anlage in Pillnitz
- 1722 : Nach einem Entwurf von Augusts Architekten Matthäus Daniel Pöppelmannd entsteht das Wasserpalais.
- 1724 : Das Bergpalais wird als fast identisches Gegenstück zum Wasserpalais erbaut.
- 1765 : Pillnitz wird zur offiziellen Sommerresidenz des sächsischen Hofes
- 1800 : Der Chinesiscxhe Garten wird angelegt
- 1818 : Ein Brand vernichtet das alte Schloss
- 1826 : Das Neue Palais mit Küchen-und Kapellenflügel ist fertiggestellt
- 1924 : Pillnitz kommt in staatlichen Besitz
- 1945 : Bei Luftangriffen werden Teile der Anlage stark beschädigt
- 1993 : Pillnitz gehört nun zu den "Staatliche Schlösser und Gärten Dresden"
Schloss und Park Pillnitz bei Dresden
Verspielte Palais und der Glanz des sächsischen Hofes
Die Schlossanlage in Pillnitz, so wie sie sich heute den vielen Tausend Besuchern präsentiert, ist das Ergebnis einer über 100 Jahre dauernden Bautätigkeit. Dabei sind die Restaurierungsarbeiten, die besonders nach den verheerenden Bombenangriffen am Ende des zweiten Weltkrieges notwendig wurden, nicht eingerechnet. Wie so oft in der Geschichte bedeutender Herrscher und Persönlichkeiten war der Anlass für den Bau oder Kauf eines Schlosses das Geschenk für eine Mätresse. Aber die zwei ersten Bewohnerinnen hatten damit kein lang anwährendes Glück. Die Erste starb nach wenigen Monaten an Blattern und die Zweite, die Gräfin Cosel, fiel in Ungnade und verbrachte den langen Rest ihres Lebens statt im Glanz von Schloss Pillnitz im Turm der Burg Stolpen. August der Starke schuf dann allerdings in den folgenden Jahren eine Schloss- und Parkanlage, die den Glanz und Gloria des sächsischen Hofes in Dresden in vollem Maße verkörperte. Ursprünglich sollte die gesamte Anlage allerdings sogar fast viermal so groß werden wie sie heute ist.
Man merkt den einzelnen Gebäuden und der Parkanlage die Kunst- und Modeerscheinungen jener Baujahre an. So war August der Starke sicher einer der ersten Bauherren, die die damalige Anlehnung an asiatische Aspekte der Baukunst in großem Stil in reale Gebäude umsetzte. Diese sogenannte Chinoiserie findet sich in vielen Pillnitzer Gebäuden wieder, wobei sicher die Elbeseite des Wasserpalais am dominantesten ist. Man sieht den Stil auch an den interessanten Dachformen anderer Schlossgebäude, aber auch in den zahlreichen Wandmalereien. Die Stile der verschiedenen Schlösser ähneln sich trotz der verschiedenen Baujahre. Hier haben die Architekten eine gewisse Harmonie gesucht und gefunden, so dass das Wasserpalais, das Bergpalais und das neue Palais ein sehr harmonisches Ganzes innerhalb der Parkanlage bilden.
Der Barocke Garten
Der Barocke Garten ist innerhalb der Anlage in Pillnitz der älteste erhaltene Teil. In diesem Teil des Schlossparks befinden sich auch noch die Charmillen der Gräfin Cosel, beschnittene Weißbuchenhecken, und mittlerweile auch die im Original erhaltenen Pillnitzer Tritonengondel, mit der sich die sächsischen Kurfürsten und Könige auf ihrem Weg nach Pillnitz befördern ließen.
Der Englische Garten
Friedrich August III ließ ab 1778 einen Garten im englischen Stil anlegen. Im Gegensatz zu dem Barocken Garten ist der englische Garten mit dem Pavillion und dem künstlichen Teich eher in einer natürlich wirkenden Art angelegt. Hier tummeln sich verschiedenen Entenarten und man findet auch an heißen tagen ein schattiges Plätzchen.
Die Pillnitzer Kamelie
Die wohl größte Attraktion des Englischen Gartens und damit des Pillnitzer Schlossgartens ist die über 200-jährige japanische Kamelie, die seit vielen Jahren in eigens dafür gebauten Haus mit Klimatisierung untergebracht ist. Kurfürst Friedrich August III. war ein begeisterter Naturinteressent und es gelang ihm, diese für damalige Verhältnisse botanische Seltenheit nach Pillnitz nach Deutschland zu bringen. Mittlerweile ist die seit 1801 am gleichen Standort befindliche Kamelie auf eine Höhe von neun Metern gewachsen und hat jedes Jahr zwischen 30.000 und 40.000 Blüten. Die Kamelie bekam schon vor mehr als 100 Jahren ein Schutzhaus und es ist wohl fast ein Wunder, dass die Kamelie einst bei einem Brand in dem Schutzhaus kaum beschädigt wurde.
Bildergalerie der Park- und Schlossanlage Pillnitz
Burgen, Schlösser und Ausflugsziele im Umkreis von Pillnitz
Die Moritzburg bei Dresden
Der Herzog Moritz ließ sich 1542 vor den Toren Dresdens ein Jagdschloss errichten und nach ihm ist auch dieses wunderschöne Wasserschloss benannt, das sicher das schönste seiner Art in Sachsen ist. Im Schloss muss man sich unbedingt das kürzlich restaurierte „Moritzburger Federzimmer“ anschauen und man sollte sich nicht den Spaziergang durch den weitläufigen Park zum Fasanenschlösschen mit seinem kleinen Hafen und dem Leuchtturm entgehen lassen.
Dresden
Die sächsische Landeshauptstadt liegt malerisch an der Elbe und hat für Touristen und Besucher sehr viel zu bieten. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus mehreren Jahrhunderten wie dem Dresdner Zwinger., der Frauenkirche und der Semperoper gibt es zahlreiche Schlösser, Burgen und Parks in und um Dresden zu entdecken. Man kann aber auch einfach nur an den prachtvolle Uferpromenaden spazieren gehen und eines der zahlreichen interessante Museen besuchen.
Schloss Wackerbarth
Am Rande von Radebeul bei Dresden liegt das Weingut Schloss Wackerbarth. Die Schlossanlage mit ihrem Park am Hange eines Weinberges beherbergt ein sehr schönes Schloss aus der Barockzeit und eine Sektkellerei.
Burg Stolpen
Die Burg Stolpen ist eine eine wunderschöne Burganlage in der Nähe von Dresden mit einer interessanten und teilweise gruseligen Geschichte. Hier verbrachte Gräfin Cosel die letzten 50 Jahre ihres Lebens als Gefangene ihres ehemaligen Geliebten Augusts des Starken
Die Albrechtsburg bei Meissen
Hoch über dem sächsischen Meissen steht ein beeindruckendes Ensemble, das hauptsächlich aus der Albrechtsburg, dem Bischofsschloss und dem gotischen Dom besteht. Im Burghof und dem Schloss Albrechtsburg finden öfters Konzerte und kleinere Theateraufführungen statt. Der benachbarte gotische Dom mit seiner Fürstengruft lädt ebenso zu einem Besuch ein.
