Lobdeburg im Frühling Wanderrast an der Lobdeburg

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Anfahrt zur Lobdeburg

Von der Autobahn A4 Ausfahrt Jena-Zentrum fährt man auf die B88, die man in Richtung Lobeda verlässt. Es geht gleich links in die Paul-Schneider-Straße und am Ende der Straße links in den Drackendorfer Weg. Man nimmt die Straße Unter der Lobdeburg und von dort biegt man in den Lobdeburgweg, dem man bis zum Parkplatz folgt.

Die Lobdeburg in Thüringen

Eine Burgruine hoch über Jena

Die Lobdeburg gehörte einst zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken und Burgen Thüringens. Dies sieht man der heutigen kleinen, aber durchaus imposanten Anlage aus Kalkstein nicht mehr an. Die Ruine auf einem Berg in einer Höhe von 317 m über NN bei Jena ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Von der Lobdeburg aus hat man einen wunderbaren Blick über Teile Jenas und hinein in das mittlere Saaletal des Thüringer Landes. Bei guten Wetterverhältnissen kann bis hinüber zur Leuchtenburg schauen, die sich einst ebenfalls im Besitz der Herren der Lobdeburg befand.

Von der eigentlichen Lobdeburg sind aber wahrlich nur noch Reste vorhanden, die sich über dem alten Ort Lobeda befinden.

Bei der Anlage handelte es sich ursprünglich um drei Burgen, die in die untere, die mittlere und die obere Burg aufgeteilt waren.

Die mittlere Lobdeburg

Die mittlere der ehemaligen Burgen wird als die eigentliche Lobdeburg angesehen und heute auch im Sprachgebrauch so benutzt. Sie liegt auf einem Ausläufer der Wöllmisse, einer Hochebene zwischen Ortsteilen von Jena.

Sie gilt auch heute noch als Zeugnis romanischer Profankunst in Thüringen.

Der dreistöckige Wohnturm der mittleren Burganlage gilt als die eigentliche Sehenswürdigkeit der verbliebenen Ruine. Dieser Wohnturm, in dessen Fensteröffnungen im obersten Geschoss noch deutlich die romanischen Stilformen zu erkennen sind, ist noch relativ gut erhalten.

Außer den Mauerzügen sind auch noch die Reste eines Kamins und der Toranlage erhalten geblieben.

Die obere Lobdeburg

Von der oberen Burg , die 1439 erstmal erwähnt wird, ist heute nichts nennenswertes erhalten. Nur ein paar Erdwälle im Waldboden erinnern daran, dass hier einst eine mittelalterliche Burg stand. Auch die noch im Jahr 1850 erwähnten Reste eines Turmfundaments lassen sich nicht mehr erkennen.

Die untere Lobdeburg - das Schloss Lobeda

Als untere Lobdeburg bezeichnet man in den meisten Schriften das Schloss im Ort Lobeda aus dem 16. Jahrhundert, das aber mit der eigentlichen mittelalterlichen Anlage nicht wirklich etwas zu tun hat.

Das sogenannte “Schloss Lobeda” im Ortskern des gleichnamigen Stadtgebietes hat über die Jahrhunderte seit seiner Entstehung immer wieder den Besitzer und seinen Namen geändert.

Während der DDR-Zeit wurde das alte Schloss als FDGB Zentralschule genutzt. Ab 1990 wurde die untere Lobdeburg saniert und ging in Privatbesitz über.

Die Herren von Lobdeburg

Den Herren der Lobdeburg wird die Gründung der Stadt Jena zugeschrieben. Vermutlich stammt der Name Lobeda vom sorbischen Wort " loiba" ab, was soviel wie Wald bedeutet.

Johann Wolfgang von Goethe und die Lobdeburg

Zwischen 1802 und 1808 weilte Goethe immer mal wieder bei einer befreundeten Familie in Drackendorf. "Da oben auf jenem Berge, da steht ein altes Schloss, wo hinter Toren und Türen, einst lauerten Ritter und Roß ... "

Diese vielleicht weniger bekannten Verse von Goethe mit dem Titel Bergschloss schrieb er nach einem Besuch und Ausflug auf die Lobdeburg mit Silvie von Ziegesar im Jahre 1802.

Öffnungszeiten der Lobdeburg

Die Lobdeburg ist eine Ruine, die ganzjährig zugänglich ist

 

Der Ortsteil Alt-Lobeda

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes Lobeda stammt aus dem Jahr 1284. Seit 1946 ist Lobeda in die Stadt Jena eingemeindet. Im Ortsteil Lobeda leben heute etwa 2000 Einwohner. Er ist Ausgangspunkt zahlreicher schöner Wanderungen und etw 4 Kilometer entfernt vom Jenaer Stadtzentrum. Das alte Schloss im Ortskern von Lobeda, die ehemalige untere Lobdeburg, ist nach einer umfangreichen Sanierung eine Europäische Schule geworden.

Neu-Lobeda

Dieser moderne Ortsteil am Rande von Jena entstand in den Jahren 1966 bis 1986. Hier wohnen heute weit über 20.000 Menschen. Auch wenn sie hauptsächlich aus den typischen Plattenbauten besteht, so ist Neu-Lobeda durch Sanierung, Restaurierung und kluge Stadtpolitik zu einem wichtigen und durchaus attraktiven Bestandteil von Jena geworden.

Autofahrer, die oft die A4 benutzen, durchqueren auf ihrem Weg von Erfurt in Richtung Dresden das Gebiet von Neu-Lobeda und viele halten es sogar für das Zentrum der Stadt Jena. Die Ruine der Lobdeburg ist von der A4 sehr schön zu sehen und wirkt in der nächtlichen Beleuchtung bei der Einfahrt ins Saaletal wie ein Wahrzeichen von Jena.

Die Lobdeburg-Gemeinde 1912 e.V.

Am 30.11.1912 wurde im Gasthof zum Schwarzen Adler in Lobeda die "Vereinigung der Lobdeburgfreunde" gegründet. Der Lobedaer Maurermeister Robert Trübcher wurde damals zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Später, im Jahr 1927, wurde der Zusammenschluss von zwei Vereinen zur " Lobdeburg-Gemeinde" beschlossen. Zu Zeiten der DDR wurde der Verein mehrfach umbenannt, ehe er dann 1991 als Lobdeburg-Gemeinde 1912 e.V. wieder gegründet wurde.

Heute gehören dem Verein mehr als 100 Mitglieder an, die zahlreiche regionale Veranstaltungen organisieren.

Die Lobdeburgklause

Diese Gaststätte unterhalb der Ruine der Lobdeburg besticht durch ein interessantes Ambiente und einen Biergarten, der einen schönen Ausblick über das südliche Saaletal bei Jena gestattet. So lässt sich die Wanderung zur Lobdeburg mit der Einkehr in die Klause verbinden, die ihre Gäste mit traditionellen Thüringer Spezialitäten und mediterraner Landhausküche verwöhnt.

Geschichte der Lobdeburg - kurz und knapp

 

  • um 1150: Das lobdeburgische Geschlecht setzt sich ind er Region der mittleren Saale fest
  • 1166: Erstmalige urkundliche Erwähnung des Namens Lobdeburg
  • 1185: Der Bau der Burg ist weitgehend abgeschlossen
  • 1186: Das obere Schloss Lobdeburg wird erstmalig erwähnt
  • 1221: Hermann IV. begründet die Linie Lobdeburg-Burgau
  • 1225: Hermann III. von Lobdeburg-Saalburg wird Bischof von Würzburg
  • 1250: Das lobdeburgische Territorium erreicht das größte Ausdehnungsgebiet
  • 1344: Die Lobdeburg geht in den Besitz der Markgrafen von Meißen
  • 1450: Die Lobdeburg wird im sächsischen Bruderkrieg zur Ruine
  • 1912: Der Verein Lobdeburg-Gemeinde wird gegründet

Burgen, Schlösser und Ausflugsziele im Umkreis der Lobdeburg

 

Kunitzburg

Kunitzburg

 

Die Kunitzburg liegt auf einer Höhe von etwa 350 Metern über N.N. auf dem nördlichsten der Jenaer Berge rechts der Saale. Die Ruine der einst unter Gleißburg bekannten Anlage ist ein beliebtes Wanderziel in der Umgebung von Jena.

 

Leuchtenburg

Die Leuchtenburg

 

Die Leuchtenburg wartet mit einem ganzjährig geöffneten Heimatmuseum, einer Reihe sehenswerter Ausstellungen und einer Burggaststätte auf. Die Burganlage wird gern als Königin des Saaletals bezeichnet und befindet sich heute im Besitz der Stiftung Leuchtenburg.