Bergfried der Burg Niederrossla

Öffnungszeiten in 2017

vom 1. Aprilwochenende bis Ende September:
So: 11–17 Uhr
oder auf Anfrage unter Tel: 0170 8863797

Anschrift

Schloßhof 8
99510 Ilmtal-Weinstraße OT Niederroßla

Tel. (03644) 562755

Burg Niederroßla in Thüringen

Die Burg im Ilmtal

Der höchste Bergfried Deutschlands

Die Burg Niederroßla liegt am rechten Ilm-Ufer im Ortsteil Niederroßla der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße. Diese befindet sich im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.

Der markanteste und berühmteste Punkt der Wasserburg ist der 57 Meter hohe quadratische Bergfried , der eine Grundfläche von 6,5 mal 6,5 Meter hat. Eine gewaltige Mauerstärke von 2 Meter gab ihm über Jahrhunderte Schutz gegen Angriffe und Wetterkatastrophen.

Mit diesen Maßen ist er der höchste Bergfried in ganz Deutschland.

Die einstige Wasserburg verändert sich

Einst war die Anlage eine typische Wasserburg mit einem Wassergraben von 25m Breite und 5m Tiefe. Dieser Graben wurde von der nahe fließenden Ilm gespeist. Heute ist der Graben zugeschüttet und der typische Charakter einer Wasserburg ist verschwunden.

Die ehemalige Kernburg wurde in den Jahren ihrer Geschichte nach und nach zum Dorfkulturzentrum ausgebaut. Wie auch heute ist die Burg eng mit dem Ort Niederroßla verbunden, was sich in den Veranstaltungen des Ortes widerspiegelt.

Der tragische Tod der Elefantendame "Miss Baba"

Im Jahr 1857 trat der Zirkus Kreutzberg in Apolda auf. Eine der Attraktionen des Zirkus war eine Elefantendame. Nach Apolda sollte der Zirkus mits einem Elefanten in Buttstädt auftreten. Also trieb man die Elefantendame in der Dunkelheit des Abends nach dem Auftritt durch die Ortschaften, so auch durch Niederroßla. Da das Tier aber offensichtlich auf seinem Weg eine Menge gefrorener Rüben verspeist hatte, die ihm gar nicht bekamen, verstarb die Elefantendame mitten in Niederroßla. Die Klagen vor Gericht zogen sich lange hin.

Auf jeden Fall kamen die Einwohner 50 Jahre nach diesem Vorfall auf die geniale Idee, ein Elefantenfest zu feiern. Dies wurde dann alle 25 Jahre gefeiert.

Für das Jahr 2007 stand also das 5. Elefantenfest an, das besonders gut werden sollte. Dazu konnte man einen Organisationsverein gebrauchen. So wurde das Jahr 2004 die Geburtsstunde des BHVN.

Der Burg- und Heimatverein Niederroßla e.V. (BHVN)

Am 16.11.2004 gründete sich der "Burg- und Heimatverein Niederroßla e.V., der von vielen Einzelmitgliedern und Vorständen der ortsansässigen Vereine getragen wurde und immer noch wird. Die erste große Aufgabe war die Organisation des bereits erwähnten 5. Elefantenfestes, was hervorragend gelang.

Die darauf folgenden Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Erhaltung und der weiteren Erschließung der Wasserburg Niederroßla. Anlässlich des Kreisheimattages 2014 in Hopfgarten konnte der Burg- und Heimatverein Niederroßla hochverdient den "Heimatpflegepreis" entgegen nehmen, was stellvertretend vom Vorsitzenden, Ernst Preller, gemacht wurde.

Wir bedanken uns bei dem BHVN für die Fotos, die für diese Website zur Verfügung gestellt wurden.

Geschichte und Zeittafel der Wasserburg Niederrossla

 

  • 1119: Erste urkundliche Erwähnung eines edelfreien Diethmarus von Roßla, der die Burg wahrscheinlich einige Jahre vorher bauen ließ
  • um 1300: Der Bergfried wird errichtet
  • 1384: Die Burg in den Besitz derer von Vitzthum
  • 1446-1451: Der Thüringer Brüderkrieg tobt
  • 1447: Übernahme der Burg durch Herzog Wilhelm III. von Weimar
  • 1603: Das Amt Roßla wird dem Herzogtum Sachsen- Altenburg zugeordnet
  • 1739: Der Weimarer Herzog Ernst August veranlasst größere Umbauarbeiten wie die Errichtung eines barocken Jagdschlosses
  • 1947: Abriss der südlichen Vorburg
  • 1956: Die Wasserburg Niederroßla wird unter Denkmalsschutz gestellt
  • 1966: Umfangreiche Restaurierungsarbeiten beginnen
  • 2008: Am Ostflügel der Wasserburg gibt es einen Giebeleinsturz
  • 2015: Der Rittersaal wird fertig gestellt
  • 2015: Eröffnung der Torwache als kleines Cafe

Burgen, Schlösser und Ausflugsziele im Umkreis von Burg Niederroßla

 

Burg Greifenstein bei Blankenburg

Die Burg Greifenstein bei Blankenburg

Die Burg Greifenstein ist eine mittelalterliche Feudalburg in der Nähe von Blankenburg in Thüringen. Neben der beeindruckenden Burganlage kann der Besucher die Kunst der Falknerei hautnah bei Flugvorführungen mit den faszinierenden Greifvögeln erleben.

 

 

Schloss Kochberg

Schloss Kochberg bei Großkochberg

Schloss Kochberg ist ein kleiner Diamant im Herzen von Thüringen und ist mit seinen schönen Räumlichkeiten und dem weitläufigen Park heute mehr als nur eine Goethe-Gedenkstätte. Im Schloss wird in mehreren Räumen mit Original Möbeln und Kunstgegenständen aus dem Nachlass von Charlotte von Stein an die zahlreichen Besuche von Johann Wolfgang von Goethe bei seiner guten Freundin erinnert.

 

Schloss Heidecksburg

Schloss Heidecksburg bei Rudolstadt

Das Das Schloss Heidecksburg liegt hoch über der Residenzstadt Rudolstadt und gehört zu den schönsten und prachtvollsten Barockschlössern Mitteldeutschlands. Es ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und besticht auch durch Museen und wechselnden Ausstellungen mit interessanten Fachgebieten.

 

 

Leuchtenburg bei Kahla

Die Leuchtenburg bei Seitenroda

Sie wird auch als Königin des Saaletals bezeichnet - die Leuchtenburg hoch über der Stadt Kahla. Eine wunderschöne mittelalterliche Burg mit Museum und Rittersaal ist das Wahrzeichen der Porzellanstadt Kahla und lädt zu jeder Jahreszeit ein zum Kennenlernen der Geschichte und einer wunderbaren Landschaft ein.