In den Räumen der Albrechtsburg Glasmalerei Im gotischen Dom Innenhof der Albrechtsburg Miessen Ranken
Karte Albrechtsburg

Öffnungszeiten in 2015

Burgmuseum der Albrechtsburg
März-Okt. tgl. 10--18,
Nov.-Feb. tgl. 10-17 Uhr.

Anschrift

Albrechtsburg Meissen Domplatz 1, 01662 Meißen

Telefon 0 3521 47070

email:

albrechtsburg@schloesserland-sachsen.de

Geschichte

Die Albrechtsburg in Meissen

Die Albrechtsburg ist das älteste Schloss Deutschlands

Hoch über dem sächsischen Meissen steht ein beeindruckendes Ensemble der sächsischen Landesgeschichte, das hauptsächlich aus der Albrechtsburg, dem Bischofsschloss und dem gotischen Dom besteht. Arnold von Westfalen errichtete die spätgotische Albrechtsburg auf den Festen älterer mittelalterlicher Burgen Ende des 15. Jahrhunderts. Von dieser Burg aus wollten die beiden Brüder Ernst und Albrecht von Wettin ihr sächsisch-thüringisches Reich regieren. Die Finanzierung des Baus der Albrechtsburg Mießen wurde durch riesige Silberfunde im Erzgebirge fast zum Kinderspiel.

Das Gebäude selbst hat wehrhaft wirkende Mauern, aber gleichzeitig auch die typischen Ausmaße und Zeichen eines Schlosses. Der Wehrcharakter der Anlage trat gegenüber dem geplanten Wohnkomfort in den Hintergrund. Damit gilt es sogar als das älteste Schloss auf deutschem Boden. Man mag es kaum glauben, aber die Albrechtsburg stand einen Großteil seiner Zeit nur ungenutzt hoch droben über Meissen.

Heute ist die Albrechtsburg in Meißen ein wunderbares Denkmal sächsischer Geschichte und die zahlreichen Besucher würdigen die vielen Ausstellungen und Veranstaltungen auf dem Burgberg. Im Burghof und dem Schloss finden öfters Konzerte und kleinere Theateraufführungen statt.

Die Wettiner

Das Geschlecht der Wettiner war einst eine, wenn nicht sogar die beherrschende Kraft in Mitteldeutschland. Aus diesem Adelsgeschlecht gingen viele Kurfürsten und Herzöge von Sachsen hervor. Spuren des Wettiner Geschlechts lassen sich bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Man herrschte über viele Jahrhunderte und es gab weitgehende Einigkeit.

Die Landesteilung, die im Jahr 1485 durch die beiden Wettiner Brüder Ernst und Albrecht in Leipzig vereinbart wurde mündete allerdings in einer dauerhaften Teilung der Familie. Es entstanden die Zweige der Ernestiner und der Albertiner. Der Bruder Albrecht wählte die Kerngebiete um Meißen als seinen Teil aus. Während die Ernestiner in thüringischen Kleinstaaten regierten gehörten die albertinischen Kursachsen über fast drei Jahrhunderte hinweg zu den einflussreichsten deutschen Fürsten.

 

Arnold von Westfalen war der Baumeister der Albrechtsburg

Arnold von Westfalen, einer der bedeutendsten sächsischen Baumeister des 15. Jahrhunderts bekam den Auftrag zum Bau der spätgotischen Anlage. Zum landesherrlichen Werkmeister ernannt war Arnold von Westfalen im Prinzip für alle Bauvorhaben der Wettiner zuständig.

Er brachte für damalige Verhältnisse revolutionäre Gedanken in den Schlossbau ein. Dazu gehörte eine völlig neuartige spätgotiche Formenwelt, die auf Ideen der französischen Schlossbaukunst mit Verschmelzung von einheimischen Elementen beruhte.

Die Arbeiten auf der Albrechtsburg konnte er nicht vollenden und Konrad Pflüger führte sie nach seinem Tode zu Ende.

Der gotische Dom

Der benachbarte gotische Dom mit seiner Fürstengruft lädt ebenso zu einem Besuch ein wie die historische Altstadt mit ihren roten Ziegeldächern. Der Dom ist ebenso wie die Albrechtsburg zu einem Landessymbol der Sachsen geworden.

Das weiße Gold und die Wiege der Herstellung von Porzellan in Deutschland

Dies bekam allerdings unter August dem Starken zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine Wende, als er eine Porzellanmanufaktur auf dem Schloss einrichten ließ. Hintergrund war das Ereignis, dass der sächsische Kurfürst den Apothekergesellen Johann Friedrich Böttger, der aus verschiedenen Gründen aus seiner Heimatstadt Berlin geflohen war, aufgreifen und auf die Albrechtsburg bringen ließ. Dies verband August der Starke mit der Hoffnung, dass Böttger die Produktion von Gold gelingen wird, da ihm genau dieser Ruf vorauseilte.

»Schaff Gold, Böttger! «, verkündet noch heute ein Spruchband am Eingang zu einer Sonderausstellung über den Erfinder des europäischen Porzellans, denn bekanntermaßen gelang es ihm natürlich nicht, Gold zu schaffen, aber stattdessen kam er dem Geheimnis der Porzellanherstellung auf die Spur. Im Jahr 1708 gelang ihm dieser Geniestreich, unterstützt von Ehrenfried Walther von Tschirnhaus. Allerdings wurde dies erste Stück nicht auf der Albrechtsburg, sondern im benachbarten Dresden geschaffen. Böttger versprach nach der Schaffung des Porzellans, weiter am Goldmachen zu arbeiten. Doch es sollte ihm kein langes Leben beschienen sein, da die von ihm zu Experimenten benutzten giftigen Chemikalien seinen Körper angegriffen hatten und er schon im März 1719 starb, gerade mal im Alter von 37 Jahren.

Die Porzellanmanufaktur richtete einiges an Schäden im Schloss, besonders an Böden und Mauerwerk, an. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Porzellanherstellung auf der Albrechtsburg eingestellt und man ließ daraufhin die Räumlichkeiten mit diversen Wandmalereien und Kunstwerken ausschmücken.

Bildergalerie und Impressionen von der Albrechtsburg Meißen

Ausflugsziele in der Nähe der Albrechtsburg

 

Meissen

Die Porzellanstadt Meissen

Die Porzellanstadt Meissen ist nach einem Besuch auf der Albrechtsburg natürlich mehr als nur einen Abstecher wert. Schon vom Burggelände aus kann man einen wunderbaren Blick auf die romantische Altstadt von Meißen werfen. In den Schauwerkstätten der Porzellan Manufaktur kann man die Porzellanherstellung verfolgen und das sollte man sich nicht entgehen lassen..

 

Dresden bei Nacht

Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt liegt malerisch an der Elbe und hat für Touristen und Besucher sehr viel zu bieten. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus mehreren Jahrhunderten wie dem Dresdner Zwinger., der Frauenkirche und der Semperoper gibt es zahlreiche Schlösser, Burgen und Parks in und um Dresden zu entdecken. Man kann aber auch einfach nur an den prachtvolle Uferpromenaden spazieren gehen und eines der zahlreichen interessante Museen besuchen.

 

Moritzburg

Die Moritzburg bei Dresden

Der Herzog Moritz ließ sich 1542 vor den Toren Dresdens ein Jagdschloss errichten und nach ihm ist auch das Schloss Moritzburg benannt, das sicher das schönste seiner Art in Sachsen ist. Im Schloss muss man sich unbedingt das kürzlich restaurierte „Moritzburger Federzimmer“ anschauen und man sollte sich nicht den Spaziergang durch den weitläufigen Park zum Fasanenschlösschen mit seinem kleinen Hafen und dem Leuchtturm entgehen lassen.