Kunitzburg Ruine Kunitzburg im Winter

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Aufstieg zur Kunitzburg

Vom Jenaer Ortsteil Kunitz führt der Weg direkt hinauf zur Ruine der Höhenburg.

Alternativ führt eine schöne Wanderung vom Jenzighaus beginnend auf dem "Hufeisen"-Wanderweg über den ganzen Bogen um die Kunitzer Senke hinauf auf die Kunitzburg.

Die Kunitzburg in Thüringen

Eine Burgruine im Norden von Jena

Einst Gleißburg - heute die Kunitzburg

Die Kunitzburg liegt in 350 Meter Höhe nahe Jena und hieß ursprünglich Gleißburg, aber unter dem alten Namen ist sie heute kaum noch bekannt. Allerdings heißt die Anhöhe, dem nördlichsten der Jenaer Berge, auf dem sich die Kunitzburg befindet, immer noch Gleisberg. Damit kann man sich den alten Bezug vorstellen.

Von der Kunitzburg selbst findet man heute nur noch Reste der Ruine, die das Ausmaß der ursprünglichen Ausdehnung kaum erahnen lassen. Die vorhandene Palaswand mit zwei Fensternischen lässt sich auf Grund ihrer Bauart auf das 16. Jahrhundert zurückführen.

Ursprung der Kunitzburg

Der Bach, der das Tal nördlich des Bergzugs durchfließt, heißt Gleise .Das Wort "Gleißen" bezieht sich dabei auf die Begriffe "Glänzen" oder besser "Glitzern". Dies betraf den glitzernden Muschelkalkhang.

Die "Gleisburg" , wie die Kunitzburg richtig hieß, hat aber sehr wahrscheinlich ihren Namen von dem dort einst wohnenden Adelsgeschlecht übertragen bekommen.

Um die Burgruine ranken sich unterschiedliche Legenden und Entstehungsgeschichten. Auf jeden Fall ist die Zeit der Erbauung der Burg nicht genau bekannt, wobei die erste Erwähnung der Burg in das Jahr 1261 zurück geht. In ihrer Burggeschichte gab es eine ganze Reihe von Besitzern. Neben den Herren von Gleisberg waren es die Reußen, die Schenken von Tautenburg und später die sächsischen Wettiner.

Beliebtes Wanderziel im Norden von Jena

Die Kunitzburg ist ein beliebtes Wanderziel in der Umgebung von Jena. Da sie ohnehin nur zu Fuß zu erreichen ist gibt es kaum Alternativen für den Aufstieg.

Der Wanderweg zur Kunitzburg ist gut ausgeschildert. Er führt zunächst leicht ansteigend aus dem Ortsteil Kunitz nach Norden in Richtung Gleißberg. Der gesamte Weg ist etwa 2 km lang und man benötigt im normalen Wanderschritt etwa 40 - 50 Minuten vom Ortskern hinauf auf die Kunitzburg.

Alternativ kann man auf dem "Hufeisen"-Wanderweg über den ganzen Bogen laufen, wozu man aber ein bis zwei Stunden einplanen sollte.

 

Öffnungszeiten der Kunitzburg

Die Kunitzburg ist eine Ruine, die ganzjährig zugänglich ist

Die Sage von Gliza

Hoch auf des Gleisbergs waldigen Höh´n
Ist´s in der Nacht nicht geheuer.
Ein dumpfes, banges Klagegetön
verhallt in dem Burggemäuer.
Auch zeigt sich dort eine Lichtgestalt,
die leisen Schritts die Ruinen umwallt.

Die Tochter von Karl des Großen hieß Gliza und die Legende behauptet, dass der Name der Gleißburg, also der heutigen Kunitzburg, mit ihr in Zusammenhang steht .

 

Der Ortsteil Kunitz

Kunitz liegt in einem Seitental der Saale und ist ein Ortsteil der thüringischen Stadt Jena. Kunitz hat auch als Teil von Jena mmer noch seinen ursprünglichen dörflichen Charakter erhalten. Vermutlich geht der Name auf das slawische Wort Cuniza zurück, was in dieser Sprache einfach nur „Fichtenwald“ heißt. Oberhalb von Kunitz liegt an einem steilen Bergvorsprung die Kunitzburg.

Freundeskreis Kunitzburg e.V.

Der Freundeskreis Kunitzburg e.V. ist ein eingetragener Verein, der aus über 25 ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern besteht. Er richtet öffentliche und private Veranstaltungen aus und setzt sich der Erhaltung der Bergbaude im Rahmen des Naturschutzgebietes ein.

Gasthaus Zur Kunitzburg

Das beliebte Gasthaus ist im ländlichen Stil gehalten, führt eine gutbürgerliche Küche und liegt direkt am Saale-Radwanderweg unterhalb der Kunitzburg. Ein Highlight der Speisekarte sind die hausgeräucherten Forellen.

Geschichte der Kunitzburg - kurz und knapp

 

  • 968: Die Herren von Gleißberg werden erstmals urkundlich erwähnt
  • 1133: Eine Urkunde des Bischofs Udo von Naumburg weißt auf die Burg hin
  • 1327: Die Burg kam an die Vögte von Weida
  • 1358: Die Burganlage kommt endgültig an die Wettiner
  • 1451: Wilhelm von Sachsen stürmte 1451 die Burg Gleißberg
  • 1453: Der Bergfried der Burg wird niedergebrochen
  • 1991: Es wird eine Instandsetzung des Mauerwerkes vorgenommen
  • 2012: Es erfolgten Notsicherungsmaßnahmen zur Mauerwerkssicherung

Burgen, Schlösser und Ausflugsziele im Umkreis der Kunitzburg

 

Kunitzburg

Lobdeburg

 

Die Lobdeburg gehörte einst zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken in Thüringen. Heute ist nur noch eine Ruine übrig geblieben. Der kleine Aufstieg lohnt sich aber in jedem Fall, da man von der Anlage aus auch einen wunderbaren Blick in das Saaltetal genießen kann.

 

Leuchtenburg

Die Leuchtenburg

 

Die Leuchtenburg wartet mit einem ganzjährig geöffneten Heimatmuseum, einer Reihe sehenswerter Ausstellungen und einer Burggaststätte auf. Die Burganlage wird gern als Königin des Saaletals bezeichnet und befindet sich heute im Besitz der Stiftung Leuchtenburg.