Thüringen

 

Neben dem Schloss Schloss Kromsdorf
Lage von Schloss Kromsdorf in Thüringen

Anschrift Schloss Kromsdorf

Weimarische Straße 36b

99441 Kromsdorf

Tel.: 03643 414744 (Schlossgaststätte)

Geschichte

Schloss und Park Kromsdorf

Schloss Kromsdorf bei Weimar

Ein malerisches Renaissanceschloss in Kromsdorf bei Weimar

Im Jahre 1580 erbaut hatte das Schloss Kromsdorf anschließend eine wechselhafte Geschichte . Es hat, wie viele andere Schlösser auch, oftmals die Besitzer gewechselt und nicht jeder Eigentümer hat die notwendigen Arbeiten unternommen, um die Substanz zu erhalten oder zu erweitern.

Man erkennt heute noch den ursprünglich entstandenen Hauptteil des Schlosses und den später hinzugekommenen Anbau, dessen Bau 1666 durch Johann Theodor de Mortaigne veranlasst wurde.

 

Ab den Jahren nach 1990 wurde das Schloss Kromsdorf aufwendig saniert und präsentiert sich heute in einem sehr guten Zustand. Bei Gästen und Einwohnern von Kromsdorf erfreut sich auch der Biergarten vor dem Schloss großer Beliebtheit. Im "Gasthaus zum Schlosswirt" kann man auch bequem Rast machen, wenn man auf dem Promenadenweg zwischen Schloss Kromsdorf und Tiefurt unterwegs ist.

In den Räumen von Schloss Kromsdorf sind heute neben der Gaststätte "Zum Schlosswirt" noch die Maria-Pawlowna-Gesellschaft, das Kinderhaus Kreativ e.V. und das Thüringer Filmbüro untergebracht.

Der wohl berühmteste Teil der Schlossanlage von Kromsdorf ist aber wahrscheinlich die Mauer, die den Park umgibt.

 

Der Schlosspark mit der Parkmauer

Der Schlosspark von Kromsdorf hat neben seiner romantischen Schönheit und den wunderbaren alten Bäumen eine Besonderheit zu bieten. Dies ist die wohl in dieser Art einmalige Parkmauer. Sie besitzt insgesamt 64 Porträtbüsten. Es lohnt sich also auf jeden Fall, die gesamte Mauer des Kromsdorfer Parks zu umrunden und einen Blick auf die vielen Porträts zu werfen.

Der von der berühmten Mauer umschlossene ca. 1 ha große Park verdankt seine Entstehung dem Bau des Schlosses im Jahre 1580. Georg Albrecht von Kromsdorf ließ ihn als Nutz- und Ziergarten anlegen. Zwischen 1664 bis 1689 wird die Mauer von Johann Theodor de Mortaigne mit 64 Nischen versehen, schmückt diese mit Sandsteinbüsten berühmter Zeitgenossen aus der ganzen Welt und gestaltet den Park in Barockstil.

1692 erwirbt Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar Schloss und Park, fügt den vorhandenen Büsten weitere hinzu, besorgt ausländische Gewächse für eine Orangerie, lässt zudem Obstbäume und Weinreben beschaffen und im Park wird ein Wasserbecken mit Fontaine angelegt. Genutzt wird fortan der Park als Stätte für Musik- und Theateraufführungen. 1700 erhält der Park außerhalb der Umgrenzung eine weitere bis zur Ilm reichende Mauer, zwischen denen ein Fasanengarten gestaltet wird. Mit Amtsantritt von Herzog Ernst August 1729 wird zu Gunsten von Belvedere der Park zum reinen Nutzgarten umwandelt.


Plündernde französische Soldaten zerstören 1806 die Orangerie und ein Gartenhaus. Großherzog Carl Friedrich und seine Gattin Maria Pawlowna bemühen sich 1829 um das Grundstück und gestalten es zu einem herrschaftlichen Landsitz. Der Pückler-Schüler Eduard Petzold bemühte sich von 1844 bis 1852 um eine naturnahe Gestaltung des Parks.


1959 erfolgte nach Abholzung des nördlichen Parkgeländes die Wiederherstellung des Rosengartens. In den Jahren 1992/93 wurde Mauer und Wegenetz saniert.

 

Die Schlosskapelle von Kromsdorf

Die Schlosskapelle ist von der Parkseite her kaum sichtbar. Sie soll um das Jahr 1330 erbaut worden sein. Einige Teile der Kirche und ihres Mobiliars ist seit langer Zeit verschwunden und die Suche nach den Stücken, unter anderem der Orgel, läuft seit geraumer Zeit.

Im Jahr 2003 wurde eine teilweise Sanierung der Kirche Kromsdorf abgeschlossen und das Gebäude befindet sich nun wieder in gutem Zustand.

 

Die Weimarer Wasserkunst

Im Jahr 2004 wurde die Grundplatte der Weimarer Wasserkunst in den Schlosspark Kromsdorf eingefügt. Sie stammt vom Vorplatz der Herzogin Amalia Bibliothek. Dort konnte sie nicht in den restaurierten Platz integriert werden und so beschloss man, dass ihre neue Bleibe auf Schloss Kromsdorf sein wird.

 

Der Promenadenweg zwischen Schloss Kromsdorf und Tiefurt

Im Jahre 1822 hegte die Großherzogin Maria Pawlowna den Wunsch nach einem bequemen Weg zwischen den Schlösser Tiefurt und Kromsdorf. Sie wollte beide Schlösser trockenen Fußes erreichen, was damals nicht ganz einfach war. Da sich aber die Bauern, welche die Ländereien zwischen den Schlössern besaßen, gegen diesen Wunsch querstellten konnte Maria Pawlowna die Erfüllung ihres Traumes nicht mehr zu Lebzeiten erleben. Erst 1879, also 20 Jahre nach dem Tod der Großherzogin wurde der Weg endlich angelegt.

 

Mittlerweile ist der Promenadenweg ein etwa 2 Kilometer langer Rad- und Wanderweg geworden, der großen Anklang bei Einheimischen und Besuchern findet. Der Schlosspark von Tiefurt ist der Ausgangspunkt des Promenadenweges. Auf seiner gesamten Länge verteilt befinden sich am Wegesrand Zitate von Johann Wolfgang von Goethe, die auf kleinen Pulten zu lesen sind.

 

Die Gemeinde Kromsdorf-Denstedt

Kromsdorf liegt im Kreis Weimarer Land, nur etwa 4 Kilometer von der Klassikerstadt Weimar entfernt. Der Ort wurde um 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Mit einer Größe von etwa 11 Quadratkilometern und einer Einwohnerzahl von etwa 1500 zählt Kromsdorf eher zu den kleineren Orten im Weimarer Land.

Neben dem Schloss Kromsdorf gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten wie die Burg Denstedt, eine mittelalterliche Kirche und eine funktionsfähige Mühle. Die Gemeinde bietet Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen und Ferienwohnungen an. Durch die dichte und landschaftliche schöne Lage bei Weimar wird die Gemeinde für den Tourismus interessant.

Ausflugsziele in der Nähe von Schloss Kromsdorf

 

 

Weimar in Thüringen

Die Kulturstadt Weimar

Weimar ist in der Nähe von Großkochberg, was auch Goethe zu seiner Zeit von Nutzen war. Weimar hat einen unbeschreiblichen Charme und wird nicht nur bestimmt von seinen zahlreichen Parks, Gärten, den sehr gut erhalten Häusern in der Innenstadt und natürlich dem großen Angebot an Kunst und Kultur. Hinzu kommen die reizvollen Schlösser in Belvedere, Tiefurt und Ettersburg.

 

 

Heidecksburg bei Rudolstadt

Schloss Heidecksburg bei Rudolstadt

Das Das Schloss Heidecksburg liegt hoch über der Stadt Rudolstadt und gehört zu den schönsten und prachtvollsten Barockschlössern Mitteldeutschlands.